Untersuchungen zum Vorkommen von Trifluoressigsäure in Weizen und Weizenmehlen
Über das Vorkommen von TFA in Getreide und daraus hergestellten Erzeugnissen ist bislang wenig bekannt. Neue Untersuchungen der biotask AG zeigen: TFA ist in allen Proben Weizengetreide und Weizenmehl aus konventionellem Anbau enthalten.

Molekül Trifluoressigsäure
© biotask AG
Zusammenfassung
Trifluoressigsäure (TFA) ist ein kurzkettiger Vertreter aus der Gruppe der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS), die sich aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit rasch in der Umwelt verbreitet und wegen ihrer schlechten Abbaubarkeit dort verbleibt. PFAS-haltige Pflanzenschutzmittel und fluorierte Kohlenwasserstoffe in Kältemitteln sind mutmaßlich die wichtigsten Vorläufersubstanzen für TFA. Aufgrund des bislang limitierten Wissens gibt es für Lebensmittel derzeit weder gesetzliche Höchstgehalte noch belastbare toxikologische Daten. Über das Vorkommen von TFA in Getreide und daraus hergestellten Erzeugnissen ist bislang wenig bekannt. Die durchgeführten Untersuchungen zielten daher darauf ab, die Datenlage zum Vorkommen von TFA in Weizengetreide und Weizenmehl zu verbessern. Dazu wurden jeweils 30 Proben Weizengetreide aus konventionellem Anbau, Weizengetreide aus biologischem Anbau und Weizenmehl Type 550 aus konventionellem Anbau mittels Flüssigkeitschromatographie-Tandem-Massenspektrometrie auf den Gehalt an TFA untersucht. TFA war in allen untersuchten Proben Weizengetreide und Weizenmehl aus konventionellem Anbau enthalten. Auch in Bio-Getreide war TFA nachzuweisen, allerdings mit niedrigerer Häufigkeit (80% der Proben) und deutlich geringeren Gehalten. Der Einfluss PFAS-haltiger Pflanzenschutzmittel scheint im konventionellen Anbau daher für die TFA-Belastung eine wichtige Rolle zu spielen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind gesundheitliche Beeinträchtigungen auf Basis der gesundheitsbasierten Richtwerte der EFSA nicht zu erwarten.
1. Einleitung

