Wissenschaft trifft Praxis: Impulse für die Zukunft der Getreide- und Backwarenbranche
Frühjahrstagung des Weihenstephaner Instituts für Getreideforschung
Vom 24. bis 26. März 2026 versammelte die 14. Frühjahrstagung des Weihenstephaner Instituts für Getreideforschung (WIG) erneut Fachleute aus Wissenschaft, Industrie, Handwerk und Verbänden in Freising. Unter dem Leitsatz „Wissenschaft für die Praxis!“ diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Entwicklungen, regulatorische Herausforderungen und technologische Innovationen entlang der gesamten Getreidewertschöpfungskette.

Norbert Lötz (Verband Deutscher Großbäckereien) und Prof. Dr. Thomas Becker (TUM)
© WIG
Die erstmals neu strukturierte Tagungsagenda mit den drei Themenblöcken Recht und Politik, Rohstoff und Technologie sowie Technik und Digitalisierung sowie der Möglichkeit einer tageweisen Teilnahme wurde von den Teilnehmenden positiv aufgenommen. Sie erleichterte die fachliche Orientierung und förderte intensive Diskussionen.
Teil 1 – Recht und Politik
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Thomas Becker (TU München) und Ulrike Vogt (WIG) übernahm Rochus Wallau (EDEKA Süd) die Moderation des Themenblocks Recht und Politik.
Alexander Meyer-Kretschmer (Verband deutscher Großbäckereien e. V.) gab einen Überblick über aktuelle rechtliche Entwicklungen und zeigte anhand internationaler Beispiele, etwa zur Allergenspuren-Kennzeichnung in den Niederlanden sowie zum Einwegkunststofffondsgesetz, die aktuelle regulatorische Dynamik für die Backwarenbranche auf.
Julien Pezet (unfold consulting GmbH) verdeutlichte anschließend die neuen Anforderungen an umweltbezogene Werbeaussagen. Nachhaltigkeitskommunikation entwickle sich zunehmend von einem Marketinginstrument zu einer rechtlich sensiblen Compliance-Aufgabe.
Dr. Carsten Schucht (Produktkanzlei) erläuterte die neue europäische Produkthaftungsrichtlinie und sensibilisierte für steigende Anforderungen an Produktsicherheit, Dokumentation und Verantwortlichkeiten entlang der gesamten Lebensmittelkette.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der zukünftigen Regulierung der Schadnagerbekämpfung. Marcus Kanjar (Kanjar GmbH) stellte die möglichen Folgen des (drohenden) Verbots der befallsunabhängigen Dauerbeköderung mit Rodentiziden dar



