Nebenströme der kartoffel- und ölsaatenverarbeitenden Industrie zur Produktion gesünderer Kartoffelprodukte
Das Institut pflanzliche Lebensmittel (PL) am Max Rubner-Institut in Detmold bearbeitet das Forschungsprojekt KaProBast. Dabei geht es um die Untersuchung von Nebenströmen der kartoffel- und ölsaatenverarbeitenden Industrie auf ihre Eignung zur ernährungsphysiologischen Aufwertung von Lebensmitteln auf Kartoffelbasis, wie Chips oder Pommes frites. Besonders interessiert dabei der Ballaststoffgehalt in den Nebenströmen, als Möglichkeit zur Schließung der Ballaststofflücke in der menschlichen Ernährung.

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Kartoffeln sind nach Reis, Weizen und Mais das viertwichtigste Grundnahrungsmittel der Welt. Nicht nur global, sondern auch regional haben Kartoffeln eine große Bedeutung. Deutschland ist das größte Erzeugerland in der europäischen Union. Knapp ein Viertel der 54,5 Millionen Tonnen aus EU-Erzeugung stammt von deutschen Feldern. Dies ist aufgrund des hohen Pro-Kopf-Konsums von 63,5 kg Kartoffeln/Jahr in Deutschland wenig verwunderlich. Hierzu zählen nicht nur Frischkartoffeln, sondern auch verarbeitete Kartoffelerzeugnisse wie Kartoffelpuffer, Pommes frites und Chips, auf die 60% des Verbrauchs entfallen.
Bei der Verarbeitung der Kartoffeln zu diesen Produkten fallen große Mengen an Nebenströmen an. Vor allem Schäl-, aber auch Schneid- und Sortierprozesse tragen zur Gesamtmenge bei. Für die Herstellung von Frittierprodukten aus Kartoffeln wird häufig pflanzliches Öl verwendet. Die Verarbeitung dieser Ölsaaten verursacht ebenfalls große Mengen an Nebenströmen in Form von Extraktionsschroten und Presskuchen. Die Nebenströme aus beiden Herstellungswegen werden nur in geringem Umfang für die menschliche Ernährung weiterverwendet, sondern meist als Tierfutter oder aber als Substrat zur Biogasproduktion. Abb. 1 zeigt eine Auswahl dieser Nebenströme. Dabei enthalten vor allem das Korkgewebe und die Rinde der Kartoffel viele wichtige Nähr- und Ballaststoffe.
Die Nutzung dieser Nebenströme hat sich das Projekt „KaProBast“ zum Ziel gesetzt. Als Verbundprojekt mit drei Praxispartnern aus der Kartoffelindustrie und dem Max Rubner-Institut (MRI) als Wissenschaftspartner soll das Pro




