Staubminderung im Backbetrieb
Wie wirksam sind Luftreiniger in der Bäckerei?
Luftreiniger, das war doch eine der Maßnahmen gegen Corona, so wie Hände waschen und Maske tragen. Doch was haben sie im Backbetrieb zu suchen? Mehr, als man denkt – denn feine Stäube bleiben trotz Basismaßnahmen oft in der Luft.

© Hiestand/BGN
In den vergangenen 30 Jahren konnten in der Backbranche große Erfolge beim Zurückdrängen der typischen Bäckerkrankheit „Mehlstauballergie“ erzielt werden. Doch vollständig verschwunden ist sie nicht. Zudem gelangen neben Getreidemehl auch andere pulverförmige Rohstoffe – etwa Backmittel – während der Produktion in die Atemluft und können für Gefährdungen der Beschäftigten sorgen.
Die primären Maßnahmen zur Verminderung dieser Gefährdungen sind die in der Arbeitssicherheitsinformation (ASI) 8.80 „Vermeidung von Bäckerasthma“ beschriebenen „Basismaßnahmen“. Sie sollten überall bekannt und auch vollständig umgesetzt sein. Ergänzend können lokale Absaugeinrichtungen installiert werden.
Wenn Basismaßnahmen nicht ausreichen
Manchmal reicht das jedoch nicht aus. Dann kommen Luftreiniger ins Spiel. Während gröbere Staubbestandteile aufgrund ihres höheren Gewichtes relativ schnell absinken, bilden feine Stäube mit der Luft ein schwer zu trennendes Gemisch. Die feinen Anteile können stundenlang in der Luft verbleiben und tragen damit im gesamten Betrieb über die gesamte Schichtdauer zur Staubexposition aller Beschäftigten bei.
Was hilft gegen diesen verbleibenden Staub? Vorrang haben immer die Maßnahmen an der Quelle: Basismaßnahmen und lokale Absaugungen. Doch auch sie können nicht jeden Feinstaub erfassen. Gegen den Rest helfen nur technische Maßnahmen, entweder ein ausreichender Luftaustausch über eine Lüftungsanlage oder die lokale Trennung von Feinstaub und Luft durch einen Luftreiniger.
Lüftungsanlagen und Luftreiniger im Vergleich
Eine Lüftungsanlage kann vieles: d




