Kurz-Interview zu Getreide, Mehl und Brot
5 Fragen an: Thomas Lepold
In loser Folge beantworten hier Experten aus der Branche kurze Fragen rund um die Themen Getreide, Mehl und Brot.

© Thomas Lepold
Thomas Lepold gründete als Dipl.-Ing. der Getreidetechnologie vor über 20 Jahren mit seiner Frau Monika das Unternehmen BackNatur, das sich auf das Backen ohne Hefe und ohne Zusatzstoffe spezialisiert hat. Zusätzlich arbeitet er als Berater für Produkt- und Prozessentwicklung und Qualitätsmanagement im Bereich Backwaren-Handwerk und -industrie. Sein Beratungsschwerpunkt sind dabei Sauerteige, Vorteige, Gärverzögerung und komplexe Aufarbeitungsprozesse. Vor über 40 Jahren im Backwarenbereich gestartet, arbeitet er seit über 20 Jahren an Projekten im In- und Ausland. Er führt Backeinsätze im In- und Ausland durch, hält Praxis-Seminare an den Fachschulen des Bäckerhandwerks und ist Fachlehrer in Bäckerfachausbildungen.
1.Ich lese die „Getreide, Mehl und Brot“, weil ...
… ich als unabhängiger Bäckereiberater auf fachlich korrekte, gut recherchierte Berichte angewiesen bin. Die in der „Getreide, Mehl und Brot“ veröffentlichten Berichte und Studien haben höchstes Niveau und können direkt in der täglichen Praxis genutzt werden.
2.Welche fachlichen Schwerpunkte prägen Ihre Arbeit in der Backbranche?
In der Arbeit mit backenden Betrieben sind die Themen Fermentation, Sauerteige und Prozesse für langzeitgeführte Backwaren meine Hauptthemen. Es gibt hierin noch viele Themen, bei denen ich Betrieben in der praktischen Umsetzung zur Seite stehen kann.
3. Was hat Sie dazu bewogen, sich beruflich ausgerechnet der Bäckereitechnologie zu widmen?
Mein Vater ist Bäcker- und Konditormeister. Schon als kleiner Junge haben mich die Menschen, die mit Hingabe und Haltung Backwaren produzieren, fasziniert. Das hat mich inspiriert und bis heute in dieser Branche gehalten.
4.Haben Sie ein Lieblingsbrot, das Sie immer wieder begeistert?
Technologisch gibt es so viele interessante Brote. Aber ein einfaches, freigeschobenes Roggenvollkornbrot mit Volumen, Saftigkeit und Geschmack gehört immer zu meinen Favoriten.
5. Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Branche – und was müsste sich verändern, damit dieser Wunsch Realität wird?
Die Branche vergisst häufig den Kern seiner kulturellen und sozialen Bedeutung für den Verbraucher. Wenn wir nur austauschbare Waren liefern, wäre der Verlust für die Gesellschaft minimal; wenn wir aber ein Ideal verkörpern, hinterlassen wir eine schmerzhafte Lücke. Ein Unternehmen mit Idealen und Werten ist in seinem Umfeld unersetzlich, weil es mehr als nur ein Versorger ist.




